Badezimmer Lumikello Style

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Badezimmer: am liebsten klein aber fein

Unser Lieblings-Unwort wenn es um Interiordesign geht: Wellness-Oase. Da stellen sich meinem Mann und mir die Nackenhaare auf und das nicht nur, weil wir das Wort so furchtbar finden, sondern weil wir beide einfach kein großes Bad brauchen. Wie gut, dass in den 60ern am Raum im Bad in der Regel gespart wurde und wir uns echt was einfallen lassen mußten, um unsere Wünsche zu erfüllen. Die Bäder sind nämlich eigentlich ein echtes Highlight – auch wenn ich sie selten gezeigt habe. Das wiederum liegt daran, dass wir kleine Bäder zwar mögen, sie sich aber so unglaublich schwierig fotografieren lassen. Aber von vorne….

Die Badezimmer vorher: ganz schön retro. Die Farbe habe ich glaube ich ganz schnell vergessen.

Zwei Bäder im 1. Obergeschoss entstehen

Im ersten Obergeschoss gab es ein minikleines Bad, das selbst uns zu winzig war. Da wir eine fünfköpfige Familie sind, entschlossen wir uns, dieses Bad zu vergrößern und dem zweiten etwas Raum zu nehmen und so zwei vollständige, gut funktionierende Badezimmer zu schaffen. Die Grundfläche blieb gleich. Auf dem Grundriss täuscht das ein  wenig. 

Vorher: Ein großes und ein Minibad
Nachher: Zwei ausreichend große Bäder. Die Gesamtfläche blieb erhalten!

Im Dachgeschoss zaubert die Planerin

Im Obergeschoss hat unsere Planerin wirklich gezaubert. Die Räume sind klein und dazu gibt es noch eine Dachschräge. Ein weiteres Bad war in die jetzige Gästetoilette gequetscht. Es entstanden zwei wunderbar nutzbare Räume mit viel Stauraum in der Dachschrägen und einer riesigen Dusche mit Sitzgelegenheit. Hier wurde jeder Zentimeter ausgenutzt. 

Vorher gab es nur ein winziges Bad
Hier entstand ein Gästebad und eine Toilette

Unsere Badezimmer-Wunschliste

Dann haben wir uns überlegt, was uns wichtig ist. Für uns sah das so aus (daß wir nicht viel Platz im Bad brauchen, wisst ihr ja schon):

  • viele Ablageflächen, gerne versteckt – also Schubladen und Schränke
  • eine Toilette, die vom Rest des Raumes zumindest optisch getrennt ist
  • eine große Dusche
  • eine Badewanne, die so groß ist, dass zwei Personen drin sitzen können aber so klein, dass sich der Wasserverbrauch pro Badesession in Grenzen hält
  •  mein Mann wünschte sich eine Regendusche
  • ich wünschte mir eine in die Wand gemauerte Seifenablage
  • und eine Art Bank in der Dusche, um ein Fußbad im Sitzen nehmen zu können
  • Farbe!!

Alle diese Punkte mußten nicht zwangsläufig in einem Raum realisiert werden, das klärten wir noch mit unserer Innenarchitektin und dann ging’s los. Die Materialien (Armaturen, Fliesen, Keramik) habe ich dann später ausgewählt. Das Resultat bekommt ihr jetzt als ein kleines Bilderbuch: 

Farbenfrohe und funktionale Familienbäder

Wir haken mal die Wunschliste ab: eine Badewanne in perfekter Größe. Darüber habe ich eine Nische für allerlei, das sich im blauen Kinderbadezimmer ansammelt – vom Badeschaum bis zur Quietschende. Die Blumenampel ist übrigens aus einem Bettlaken entstanden. Wie das ging zeige ich Dir hier.

Kleines Gimmik: in der Nische sind farbige LEDs sehr zur Freude der Männer hier im Haus. 

Die nächsten Wünsche: eine Toilette abgetrennt vom Raum und viel Stauraum. Das erzielten wir durch eine Trockenbauwand und einen angrenzenden Waschtisch. Über dem WC und unter den Waschbecken ist jede Menge Stauraum. Der ausladende Spiegel macht das Bad großzügiger. Klare Linien und Abschlüsse bringen Ruhe. 

Farbe kam durch Glasmosaiksteine von Sicis ins Spiel. Die Jungs durften hier die Farbe selber wählen; in den anderen Zimmern entschied ich mich für einen Schlammton, der auch toll zu unseren vielen Holzelementen passt. Ich habe ganz lange nach diesen schönen Steinchen gesucht. Vor acht Jahren waren Fliesen ja gefühlt grundsätzlich immer Weiß oder Grau. Beides war mir zu konventionell. Dieses Glasmosaik ist nicht ganz günstig aber punktuell an wenigen Stellen eingesetzt relativiert sich der Aufwand. Die restlichen Fliesen sind weiß und möglichst sparsam – sprich nur am Boden – eingesetzt. Wir verwendeten lieber abwaschbare Wandfarben. 

Im etwas größeren Elternbad realisierten wir eine große Dusche. Rechts in der Ecke seht ihr die gemauerte Duschablage, die den Fliesenleger allerdings fluchen lies. Wir wollten gerne auf eine Tür in der Dusche verzichten (kleine Räume brauchen meiner Meinung nach möglichst wenig Schnickschnack und klare Linien) und bauten erst einmal keine ein. Wir haben bis heute drauf verzichten können. Ein weiterer Vorteil, wenn man massgeschneiderte Lösungen verwendet, die man im Nachhinein noch ergänzen kann. 

Raumwunder im Dachgeschoss

So, und nun gehen mir die Fotos aus, denn unsere Badezimmer im Dachgeschoss sind mittlerweile vollgepackt mit Umzugskartons. Wer Lust hat, schaut gerne mal am Montag bei Instagram vorbei; da zeige ich einiges in einer Livestory. Was man auf dem ersten Bild aber ganz gut erahnen kann sind die weißen Schränke. Alle Dachschrägen haben wir quasi geschlossen. Einerseits entstand so viel Stauraum andererseits bringt das viel Ruhe in den Raum. Meist sind die Schrägen ja doch ungenutzt und staubige Ecken. 

Weiterhin siehst Du hier einen Teil der wirklich großen Dusche für diesen Miniraum: es wurde eine Bank gemauert auf der man sitzen kann. Ich liebe das für Fußbäder. 

Das Bad von der anderen Seite. Da es Gästebad ist, traute ich mich Holz im Bad zu verwenden. Ich bin ja ansonsten eher ein Freund unempfindlicher Materialien oder solcher, die von Natur aus Patina bekommen. Obwohl es wirklich wunderschön aussieht und dem Raum eine ganz tolle Atmosphäre verleiht, bin ich nicht sicher, ob ich es nochmals verwenden würde. Es ist doch sehr empfindlich. Der große Spiegel ist eine Meisterleistung unseres Schreiners. Die Armaturen sind integriert und so können wir auf den Spritzschutz verzichten. Eine sehr elegante Lösung. 

badezimmer_DG1

Last but not least zeige ich euch nun noch das separate WC. Die Verwandlung dieses Raumes grenzte wirklich an ein kleines Wunder. Es war eine verwinkelte dunkle Butze und ist durch den Spiegel so schön geworden. Auf der gegenüberliegenden Seite des Spiegels ist die komplette Wand mit Holz verkleidet. Einige Elemente sind Schränke und auch hier entsteht so wieder Stauraum. 

Bevor ich euch noch die Hersteller nenne, möchte ich hier mal eine Lanze für die tolle Schreinerarbeit im Bad brechen. Da lohnt es sich echt hinzuschauen und Preise zu vergleichen, denn individuelle Lösungen sind oftmals gar nicht so teuer wie man denkt und gerade für kleine Räume das Mittel der Wahl. Wenn man ein wenig an den Materialien spart, (wir verwendeten für unsere Abstellkammern zum Beispiel Schichtstoff statt Holz), dann sind solche Lösungen wirklich machbar und oft so viel schöner und stimmiger als Fertigprodukte aus dem Sanitärfachhandel. Ich muss aber auch gestehen, dass ich da in den letzten Jahren viel getan hat und ich schliesse nicht aus, dass in unserem neuen Haus auch ein Waschtisch von der Stange einziehen wird. Und natürlich ist es auch so, dass man Ideen oder einen guten Planer haben sollte, um eine gelungene Badgestaltung zu realisieren. Da gebe ich gerne zu, dass die Ideen und die Auswahl von Farben, Armaturen und Materialien zwar auf meinem Mist gewachsen sind, es für die Umsetzung aber unbedingt eines Profils bedurfte. 

Im neuen Haus werden die Bäder übrigens auch saniert – nach und nach. Und sie sind viel zu groß – das wird spannend! Wir denken jetzt schon wieder darüber nach, sie zu verkleinern. 

 

Hersteller und weitere Infos:

2 Kommentare

  1. Die Bäder sind traumhaft, liebe Eva, und zeigen mal wieder, dass es nicht viel braucht für einen schönen Raum, sondern vielmehr geschickte Planung und die Kenntnis der eigenen Bedürfnisse! Ich bin schon gespannt auf eure Bäder im neuen Haus!

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    • Vielen liebe Dank, lieber Flo. Ja das war ein großes Glück und ich finde es mitunter auch viel einfacher kleine Räume zu gestalten als zu große. Liebe Grüße Eva

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