Island auf meine Art

Ihr Lieben!

Hier rast die Zeit nur so und es sind schon wieder einige Wochen vergangen, seit meiner tollen Reise nach Island. Es war anstrengend, beglückend und wie immer sehr beeindruckend und viele von euch haben so mitgefiebert. Heute möchte ich euch also nochmals mitnehmen und ein paar Highlights dieser Reise für Pferde-, Reise- und Interiorfreunde Revue passieren lassen und einige persönliche Tipps für den nächsten Island-Trip erhaltet ihr auch. 

Los gehts: ab in den Norden

Der erste Teil meiner Reise führt mich in den dünn besiedelten Norden. Nachmittags ankommen, Leihwagen abholen, mit Proviant eindecken (im Norden bin ich Selbstversorger und die Supermärkte vor Ort sind mitunter nicht so gut bestückt) und dann mache ich mich auf die viereinhalb Stündige Fahrt in den Skagafjordur – den Fjord der Pferde wo ich am Samstag am Laufskálarett teilnehmen möchte. Was das ist? Eigentlich werden da (mittlerweile nur noch relativ wenige) Pferdeherden von den Hochlandweiden ins Tal getrieben aber im Grunde genommen ist es viel mehr: ein Happening auf isländisch, Volksfest, Wiedersehensfeier und nicht zuletzt ein Fest der Pferde – Islands großartigstem Naturwunder. 

Ehrlich: erst mal quält mich Heimweh – das habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehabt. Aber seitdem wir im Norden leben, bin ich so gern zuhause. Und dann packt mich Island, wie jedes Mal: dieses weite, unbarmherzig schöne Land. Von dem ich allerdings auf der Fahrt in den Norden nicht viel sehe, denn die Fahrt findet zum größten Teil im Dunkeln statt und Raststätten oder Haltebuchten sind Mangelware – Nebel gabs dafür umso mehr. Irgendwann geht auch die längste Fahrt vorbei und ich geniesse am nächsten Tag den ersten Ausritt auf meinem Pferd für den Samstag (ich bin schwer verliebt) und ein ausgiebiges Bad im heissen Pool vor der Hütte – eines der besten Dinge auf Island. Ich fühle mich wie im Himmel. Das Erlebnis kann nur noch gesteigert werden durch das Beobachten von Nordlichtern, die sich freundlicherweise und ich unglaublicher Menge einstellten, als ich im Pool saß. Das ist unbeschreiblich schön gewesen. Ein Wunder!

Den nächsten Tag verbringe ich im Sattel: Pferdeabtrieb. Ich hatte mir das schon für dieses Jahr vorgenommen aber durch den Umzug, dachte ich, ich könne es nicht mehr realisieren. Nun hat es doch geklappt und es war ein unbeschreibliches Erlebnis. So viele Pferde und noch mehr Menschen und Gesang und Traumwetter. Es hat wirklich viel Spaß gemacht und das Team von Hestasport, mit dem ich geritten bin, war total nett und super professionell. Für geübte Reiter ist das unbedingt empfehlenswert. Hier noch zwei Adressen im Norden für Euch, die ich für Reiturlaube und Touren im Norden sehr empfehlen kann: 

Lytingsstadir www.lythorse.com , Evelyn ist Deutsche und eine wunderbare Reiseleiterin mit unglaublich viel Hintergrundwissen. Ihre Pferde sind großartig und die Touren bestens organisiert. Ich war vor drei Jahren dort und habe mit meinem damals 13 jährigen Sohn Karl an einer Reitwoche teilgenommen. 

Hestasport www.riding.is So heißt der Veranstalter mit dem ich dieses Jahr den Pferdeabtrieb geritten bin. Auch hier stehen fitte gut gerittene Pferde und das Team ist super nett, freundlich und kompetent. Die zu Hestasport gehörenden Hütten liegen traumhaft schön über dem Ort Varmahlid mit Blick auf den Skagafjordur. 

 

 

Reittouren in Island sind unvergleichlich...
...besonders, wenn man auf so tollen Pferden unterwegs ist.

Zurück im Süden: auf Designsuche

So, und nun springen wir mal zurück in den Süden (ich habe in der Zwischenzeit noch ein Freundin, einen tollen Islandpferdezüchter und sehr liebe Bekannte in Reykjavik getroffen) und stürzen uns auf das „isländische“ Interiordesign, das ich auf meiner Reise fand. Wobei wir den Begriff „isländisches Design“ eigentlich erst mal klären müssten. Ich bin auf der Suche nach Isländern, die tolle Dinge entwerfen und weniger auf Suche nach Dingen, die sich isländisch nennen, um hip zu sein oder als Souvenir zu enden. Von beiden gibt es doch das eine oder andere und endgültig fündig geworden bin ich bei „Epal“ dem isländischen Einrichtungshaus schlechthin. Das besondere an Epal: Gegründet aus Liebe zum Design ist Epal nicht nur Islands Designadresse Nummer Eins sondern selber auch Initiator eines Workshops mit internationalen Designern und Förderer isländischer Produkte. So entwarf beispielsweise die Farbexpertin Margarete Odgaard, in diesem Jahr verantwortlich für die neuen Farben von Montana, während dieses Workshops in der Natur Nordislands eine wundervolle Wolldeckenkollektion, die nun aus isländischer Wolle exklusiv für Epal hergestellt wird. Kuschelig weich und übrigens gar nicht so teuer. 

Wunderbar kuschlige Wolldecken...
...entworfen von Margrete Odgaard

Die bekannten Shorebirds von Normann Copenhagen wurden ursprünglich von dem Isländer Sigurjón Pálsson für Epal entworfen und auch andere Isländer haben ihre Spuren in der Desingwelt und bei Epal hinterlassen. Hier einige Beispiele: 

Shorebirds von Sigurdjón Pálsson
Wunderschönes Glas von Anna Thorunn
Mega! die Spiegel von Sigga Heimis
Und noch ein Highlight: die Möbelserie "VON" von Hlynur Atlason für Erhol

Hier nochmal für Euch weitere Infos und weitere Links zu isländischen Designern: 

Die tollen Spiegel sind von Sigga Heimis und Du findest sie und weitere Arbeiten unter http://www.siggaheimis.com/

Zu Anna Thorunn mit dem tollen Glas gehts hier entlang: https://www.facebook.com/AnnaThorunndesign/

https://www.doggdesign.com/ – ihre schönen Lampen werden derzeit für FD Mobler produziert.

Weitere Designer, die weltweit sehr erfolgreich sind und aus Island kommen sind: 

 Ingibjörg Hanna:

https://www.ihanna.net/en/

und https://www.hring.is/

Nicht vergessen werden darf hier Guðmundur Lúðvik der sehr erfolgreich fuer Fredericia, Skagerak, Arco und weitere internationale Firmen arbeitet!

https://www.gudmundurludvik.com/

Ganz schön viele erfolgreiche Designer für ein Land mit gerade mal 300.000 Einwohnern finde ich und zu gerne würde ich zum „Designmarch“ nach Reykjavik reisen und noch mehr entdecken. 

Ich nehme nun erst mal Abschied von Epal und danke für die Gastfreundschaft. Ein super Laden, der einen Abstecher lohnt, schon alleine weil man das „Quasi Light“ von Louis Poulsen mal toll inszeniert sieht. 

Und da unverhofft bekanntlich oft kommt stolperte ich beim Besuch einer weiteren isländischen Bekannten über noch etwas Hübsches aus Island: Diana arbeitet im Möbelhaus „Vogue“ in Reykjavik, die unter anderem eine eigene Produktion für Betten beherbergen und dieses süsse Schaukelpferd entworfen haben. 

Abschluss meiner Reise: Pferdebaden

Abschluss meiner Reise war ein Besuch bei Pferdezüchtern, der in Island für mich immer etwas ganz besonderes ist. Wir möchten ja hier in Deutschland gerne das eine oder andere Pferd züchten und freuen uns nächstes Jahr auf unsere ersten drei Fohlen. Besonders schön war es, die Zuchtstuten und ihre Fohlen besuchen zu können, die das ganz Jahr über im Freien verbringen und uns neugierig begrüßten. Warum erzähle ich euch das? Begleitet hat mich auf meinen Besuchen Petra Mazetti, die fast alle unsere Islandreisen bisher mitorganisiert hat und die ich sehr schätze. Petra organisiert auf Wunsch auch Reisen für kleinere Gruppen und führt auf Anfrage auch Hochlandritte durch. Ich kann sie nur empfehlen. Petras Reisen sind immer etwas ganz besonderes. Auch ihr kleines Gästehäuschen ist sehr gemütlich und hübsch eingerichtet. 

Wer seine Reise nicht allein organisieren möchte, der kann Petra auch als Reiseleiterin bei pauschalen Islandreisen kennenlernen. Im kommenden Jahr ist sie zum Beispiel bei dieser Tour Reiseleiterin:

Island mit 7 Sinnen erleben

Und nun hoffe ich, dass ich ein wenig von meiner Begeisterung für das Land aus Feuer und Eis teilen und ein paar Tipps für eure Reise in den Norden geben konnte. Oder vielleicht auch nur für ein schönes Wohnaccessoire, das ein wenig an Island denken lässt. Ich freue mich auf eure Kommentare. 

Ach, und übrigens… Nennt (zumindest in Island) die Pferde niemals Pony. Warum?  – Im Ernst. Die Isländer kennen nur Pferde; es sind keine Ponys – und wer einmal ein Islandpferd  geritten ist, weiß warum. Oder ihr schaut euch mal dieses Video an:  „Dont call me Pony“

Weitere Bilder meiner Islandreise findet ihr auf meinen Instagramaccount in den Highlights. 

Einen tollen Bericht über Island findet ihr in der ARD Mediathek. Hier gehts lang. 

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