Unterwegs auf der imm

Unterwegs: Besuch im SoLebIch Apartment in Köln

Vor zwei Wochen gings auf die imm nach Köln.

Ich gestehe – ohne die Einladung von SoLebIch hätte ich wohl geschwänzt. Warum ich aber doch sehr froh bin „dabei“ gewesen zu sein, das möchte ich euch heute mit meinen ganz persönlichen etwas anderen Messerückblick erzählen. Und ja, hier gibt’s mal wieder mehr Text als sonst in Blogbeiträgen üblich, aber ich hoffe, ihr kämpft euch durch und, wenn’s euch gefallen hat, dann freue ich mich über Feedback und Diskussion mit euch.

Vor zwei Jahren hatte ich schon einmal das Glück, auf Einladung des Teams von SoLebIch die Internationale Möbelmesse (imm) in Köln zu besuchen – das erste Mal für mich und schlichtweg erschlagen aber sehr inspiriert von neuen Eindrücken fuhr ich nach Hause. Schon damals hat mich total begeistert, wie professionell, spannend und abwechslungsreich das Team rund um Nicole und Daniel, den Gründern von SoLebIch, Deutschlands größter Wohncommunity, diesen speziellen Rundgang für SoLebIch Community-Mitglieder organisierten.

Spannende Gespräche und Diskussionen

Am Sonntag vor Messebeginn war ich zu einem „Influencer Summit“ mit einem vielversprechenden Programm eingeladen und wußte zunächst gar nicht so recht was ich da soll, denn als Influencer habe ich mich nie gesehen. Und doch ist es natürlich so, dass wir, die wir auf Instagram Follower um uns scharen Einfluss nehmen, auf Menschen und ihre Meinungen und nicht zuletzt auf ihre Kaufentscheidungen. Ich finde es unglaublich wichtig, sich dessen bewusst zu sein und verantwortungsvoll mit dieser Möglichkeit der Einflussnahme umzugehen.

 

Für mich war es das erste Mal, dass ich mit anderen „Influencern“ zusammentraf – mit solchen, die seit Jahren im Inernet bloggen wie „Herz und Blut“ oder „Schmasonnen“ und denen, die vielleicht ganz frisch dabei sind und deren Bilder auf Instagram begeistern. Was mich erstaunt hat, ist wie viele „nur“ von Ihren Instagramaccounts leben können oder besser gesagt, ein gutes Einkommen haben – ich glaube, das ist vielen Menschen, die sich in sozialen Medien bewegen nicht bewußt – oder besser gesagt noch nicht bewußt, den wir in unserer kleinen Interiorwelt backen ja noch ganz kleine Brötchen im Gegensatz zu Mode- oder Foodbloggern. Gut, dass wir einmal zusammen trafen und unsere Gedanken und Ideen austauschen konnten. Und wie spannend ist es, Menschen, die man nur virtuell kennt einmal persönlich kennenzulernen – auch wenn die Zeit für intensive Gespräche mit einzelnen immer viel zu knapp ist.

In netter Runde und tollem Interior. Das macht wirklich Spaß.
bei einem Glas Champagner noch viel mehr!

Ich denke mal laut nach...

Was ich aus diesen Gesprächen, Podiumsdiskussionen und dem Austausch mit Unternehmensvertretern mitnehme, ist zusammengefasst folgendes:

  • Werbung in sozialen Medien findet statt und wird es immer tun, immer mehr, damit muß jeder umgehen, wie er es für richtig hält
  • Blogger und Instagramer erbringen Leistungen und es ist mehr als legitim, diese vergütet zu bekommen (z.B. Fotos, Texte, Stylings)
  • Wichtig ist meines Erachtens ein professioneller, transparenter Umgang mit diesen Themen sowohl von seiten der Firmen als auch seitens der Blogger
  • Im Interiorbereich eröffnet sich eine wunderbare Möglichkeit für Unternehmen Ihre Produkte in wirklichen Wohnumgebungen zu zeigen und den Kunden näherzubringen. In Zeiten schwindender Einzelhandelspartner sind solche Kooperationen eine echte Chance.
  • Nachhaltig sind diese Kooperationen meines Erachtens nach nur, wenn sie zu echten Partnerschaften werden und beide Seiten sich miteinander identifizieren können

Die letzten zwei Punkte konnte ich mit Herrn Kettnacker, Eigentümer der gleichnamigen Manufaktur für Möbel ausgiebig diskutieren und auch am folgenden Tag auf der Messe konnte ich diese Gespräche fortführen. Überzeugt habe ich ihn nicht 😉 aber wir kamen auf einen gemeinsamen Nenner: Persönliche Beratung ist letzten Endes nach wie vor durch nichts zu ersetzen – egal wo sie stattfindet.

Spektakulär: die Räume des Qvest im ehemaligen Kloster
Dieser braune Vogel ist steht ganz oben auf meiner Wishlist

Für uns User und Follower, das bin ich ja auch, gilt es genau hinzuschauen und zu differenzieren. Dabei ist es bei weitem nicht so leicht einem Account, dessen Bilder mir gefallen und wo ich die Person, die dahinter steht mag, zu entfolgen, weil mir zu viel Werbung für Dinge, mich eigentlich nicht interessieren, passiert. Auf der anderen Seite schätze ich es sehr, von Menschen inspiriert zu werden, deren Stil mir gefällt und bei denen ich Neues entdecken kann. So möchte ich es auch auf der anderen Seite, ich als Influencer handhaben. Ich mag es mich mit schönen Dingen zu umgeben, noch besser nachhaltigen oder Kunst. Produkte, die mir gefallen oder Ideen, die ich gern vorstellen möchte, werden immer auf meinem Feed zu sehen sein. Dabei ist es aber auch so, dass man irgendwann keine Stühle oder neue Bilder mehr braucht und in diesem Moment, zeige ich gern auch Produkte, die bei mir nicht einziehen werden, weil ich einfach nicht den zehnten Stuhl oder das 15. Kissen brauche, die ich aber in meinem Zuhause gern stimmungsvoll arrangiere und fotografiere - und, dass eine solche Leistung dann auch honoriert werden sollte, versteht sich von selber. Und dann gibt es da noch die dritte Seite, die also Unternehmerin selber. Mir ist es immer schwer gefallen, meine Produkte auf irgendwelchen Accounts zu platzieren. Ich habe mir meine (wenigen) Kooperationspartner mit viel Bedacht ausgesucht und immer gehofft, dass meine Produkte zu Lieblingsstücken werden, mit denen ihre Menschen leben. Leider konnte ich für die Arbeit und die Werbung, die dahinter steckt kein Geld seitens Lumikello zahlen und habe ich über jedes Bild, das von unseren Produkten gezeigt wurde gefreut, weil viele persönliche Kontakte dahinter stehen. Ich habe mich auch entschlossen, ganz profan  für Werbung auf Instagram zu zahlen. Eine Anzeige kann ich wegklicken. Einem Account entfolgen ist schon schwieriger, womit sich der Kreis hier schließt und ich wieder in das schöne Apartment zurückkehre. Ich fand es großartig, dass diese Themen in einem größeren Kreis diskutiert werden konnten und würde mir weiteren Austausch sehr wünschen. 

Während ich das hier schreibe, merke ich, dass dieser Text wahrscheinlich nicht sehr internetkonform und wieder viel zu lang ist. Dabei habe ich noch ein paar andere Themen, die ich euch gerne näherbringen möchte. Und mir fällt auf, dass ich einen Spagat wage zwischen beiden Seiten – den Influencern „Na klar, das ist doch alles nichts neues. Werbung gabs schon immer und bezahlt wurde sie auch schon immer“ und den Followern / Usern „ach echt? Das hätte ich jetzt nicht gedacht“, von denen mir viele bestätigt haben, dass sie tatsächlich nicht wissen, wieviel Geld mit einem Instagramaccount unter Umständen verdient wird. Gut fände ich, wenn die Diskussion um Werbung und Transparenz weitergeführt würde. Es geht dabei ja nicht nur um Werbung und Konsumentenverhalten sondern letzten Endes auch um Meinungsmache und gesellschaftliche Verantwortung. Wünschen würde ich mir auch einen aktiven Dialog mit Unternehmen und den Mut genauer hinzuschauen, wer für wen Werbung macht und einmal darüber nachzudenken, dass auch eine Community mitunter genervt von den immer gleichen Sponsoren auf dem x-ten Feed ist – das ist für alle Seiten kontraproduktiv.

Was ich noch mitgenommen habe, ist die tolle Athmosphäre im SoLebIch Apartment. Und hier mache ich Werbung von ganzem Herzen, denn dem Team von SLI ist hier etwas so besonderes gelungen: Genau diese Ideen, Meinungen, Menschen und nicht zuletzt wunderbare Produkte zusammenzubringen. Applaus dafür. Und hoffentlich im nächsten Jahr wieder.

In meinem nächsten Artikel nehme ich euch nochmal mit auf die imm, denke über Trends und Nachhaltigkeit nach und schaue mit euch in en Februar in dem ich mich auf eine kleine Reise begeben werde. Hier aber noch ein paar Bilder aus dem schönen SoLebIch Apartment im Qvest Hotel Köln. 

Nachhaltig und fair produziert: Möbel von Grüne Erde
Mein Traum: ein Jan Kath Teppich.
Traumhafte Lichtstimmungen und Accessoires
Bye Bye bis zum nächsten Mal, liebes SLI-Team

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